eine VW-Bus-Reise durch Nord-, Mittel- und Südamerika

Maya-Tempel

Tikal, Guatemala, 1999

Guatemala ist ein wunderschönes Land. Es hat Urwälder, Berge, Vulkane, Seen und Küsten. Aber es ist auch ein armes Land. Viele Menschen leben noch ihre alte Kultur, tragen noch ihre traditionelle Kleidung und halten noch ihre Märkte an den Orten ab, an denen ihre Vorfahren auch schon gehandelt hatten. An der Grenze zu Guatemala bekommen wir die mittelamerikanische Bürokratie zu spüren: Hier ein Stempel, dort ein Formular - von Schalter zu Schalter ... irgendwann dürfen wir endlich rein. Unser erstes Ziel in Guatemala sind die Maya-Ruinen von Tikal, die wir nach ein paar Stunden Holperpiste erreichen.
In Tikal stehen die höchsten Tempel der Maya - über 40 Meter hoch ragen sie aus dem Blätterdach des Dschungels empor. In den Bäumen singen Vögel und Äffchen schwingen sich durch die Äste. Ein beeindruckender Ort. Manchmal ziehen Nebelschwaden vorbei und verbreiten eine mysteriöse Stimmung... Tikal war vermutlich von ca. 600 v. Chr. bis 900 n. Chr. besiedelt, die meisten Bauwerke wurden um 700 n. Chr. errichtet. Warum die Stadt um 900 n. Chr. aufgegeben wurde, ist unklar, ebenso wie bei den meisten anderen Maya-Städten. Kriege oder ökologische Veränderungen (z.B. Dürre) könnten Gründe dafür gewesen sein.