eine VW-Bus-Reise durch Nord-, Mittel- und Südamerika

Fahrt in die Yunga-Täler

Bolivien, Januar 2000

Wir kommen in die Metropole La Paz, der höchstgelegensten Millionenstadt der Welt. Sie liegt in beeindruckender Lage zwischen 3600 und über 4000 Metern Höhe. Im Hintergrund thront der Illimani, ein 6400 Meter hoher, schneebedeckter Berg. An den Rändern der Stadt ziehen sich Armensiedlungen den Hang hinauf. Da im Tal kein Platz mehr ist, müssen neue Zuwanderer in immer unwirtlichere Höhenlagen vordringen. Von La Paz aus fahren wir in die Yunga-Täler, steile Schluchten, die in das Tiefland übergehen. Es geht zunächst über den 4600 Meter hohen La-Cumbra-Pass, wo bereits etwas Schnee liegt, und anschließend an die 4000 Höhenmeter hinab. Die schmale Straße verläuft teilweise atemberaubend am Abgrund entlang, durch Wasserläufe und unter Wasserfällen hindurch. Sie ist so schmal, dass sie immer nur für eine Fahrtrichtung geöffnet wird. Mit dem raschen Verlust an Höhe ändert sich das Klima und die Vegetation schlagartig, bis man sich nach drei Stunden plötzlich im tropischen Regenwald befindet.